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Madeira (port. madeira = Holz) ist eine portugiesische Insel etwa 1.000 km südwestlich von Lissabon und 600 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Sie gehört mit der kleineren Insel Porto Santo und zwei unbewohnten Inselgruppen, den Ilhas Desertas und den Ilhas Selvagens, zu einem Archipel, der die autonome Provinz Madeira bildet.

Südküste: * Funchal Die Inselhauptstadt. Der Name bedeutet übersetzt „Viel Fenchel“, da die Portugiesen bei der Besiedelung der Insel hier Fenchel in großen Mengen vorfanden. Für Funchal sollte man ruhig mehrere Tage einplanen. Es gibt viel zu sehen, wenn man die Stadt zu Fuß erobert. Da es aber sehr hügelig ist, wird die Sache auch recht anstrengend. Daher lieber mit mehr Zeit sich auf Funchal einlassen.Die Stadt ist wie ein Amphitheater in einer Bucht angeordnet. Das Zentrum der Stadt befindet sich nahe des Hafens. Zentraler Ort ist die Kirche Se, der ehemalige Bischofssitz. In der Umgebung befindet sich die Fussgängerzone. Etwas weiter östlich am Rande der Fussgängerzone befindet sich die sehenswerte Markthalle und die Seilbahn nach Monte. Von hier kann man entweder mit dem Korbschlitten zurück nach Funchal fahren oder es geht mit einer zweiten Seilbahn weiter zum botanischen Garten. In westlicher Richtung von der Innenstadt liegt die Hotelzone.Der botanische Garten (Jardim Botanico da Madeira, Gesamtfläche 80000 qm, Höhe 150-300 m ü. NN) liegt weit oberhalb des Stadtzentrums und für den Weg hierher kann ein Taxi schon einen Muskelkater verhindern. Alternativ ist der Garten auch per Bus (Linien 29,30 und 31) oder Seilbahn zu erreichen. Der botanische Garten wurde 1960 auf dem Gelände der Quinta do Bom Sucesso eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Art Landsitz, der von der Hoteliersfamilie Reid 1881 erbaut wurde. In dem Haus ist ein kleines Naturkundemuseum untergebracht, das vorwiegend Tierpräparate zur Schau stellt. Das Ziel des Gartens ist es, die Vegetation auf Madeira zu erhalten und sie wissenschaftlichen Studien zugänglich zu machen. Im obereren Teil des Gartens befindet sich ein Arboretum. Der mittlere Teil stellt vorwiegend Succulenten (wasserspeichernde Pflanzen) dar. Hier ist auch ein Garten mit Zierpflanzen zu finden. Im unteren Teil sind landwirtschaftlich genutzte Pflanzen, Palmen sowie ein kleiner Zoo mit exotischen Vögeln zu sehen. Vom botanischen Garten genießt man von mehreren Aussichtspunkten einen hervorragenden Ausblick auf Funchal. Für Romantiker ist der Besuch der Liebeshöhle (Furna dos Namorados) Pflicht. Es handelt sich um eine kleine verwunschene Höhle mit erstaunlich bequemen Steinbänken und -sesseln. Die kühle Höhle ist genau der richtige Ort, sich von den strapaziösen Auf- und Abstiegen im Garten zu erholen. Der Garten ist täglich außer am 25. Dezember von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Tel 291 211200. Email: jardimbotanico.sra@gov-madeira.pt Es gibt sehr schöne, kleine Museen - teils von Privatleuten liebevoll ausgestattet. * Camara de Lobos Verlässt man Funchal in westlicher Richtung, so ist der nächste Ort Camara de Lobos. Im Zentrum des Ortes liegt der kleine Hafen. Hier werden in der Werft auch heute noch Schiffe auf traditionelle Weise hergestellt. Der Nachbau von Christoph Columbus Santa Maria wurde hier angefertigt. In dem Ort begegnet man überall Churchill, der hier regelmäßig seinen Urlaub verbrachte. Etwas oberhalb des Hafens befindet sich Churchills Terasse. Hier betätigte sich Churchill als Maler mit dem Dorf als seinem bevorzugten Motiv.

Ostküste * Machico Nach Funchal ist Machico die zweitgrößte Siedlung auf Madeira. Machico war der Ort an dem die Portugiesen erstmals Madeira betraten. Sehenswert ist die kleine Kirche mit großzügig geschmückten Altar. In Strandnähe findet sich eine kleine dreieckige Festung, die die Stadt vor Piratenüberfällen schützen sollte. Im kleinen Hafen gibt es eine Reihe von guten Fischrestaurants.

Nordküste * Porto Moniz Die den Hang hinabfliessende Lava hat hier beim Erkalten einzigartige natürliche Schwimmbecken geschaffen. Bei ausreichendem Wellengang erhalten die Schwimmbecken ständig neues Wasser aus dem Atlantik. (Quelle: WikiTravel.Org Basiert auf der Arbeit von Susanna und Dr. Björn Lorenzen, Wikitravel-Benutzer Qbert202, Tatatabot, Geisterfahrer und Walloac)